portfolio website templates


PETER KLUG

Malerei
lebt seit 2015 in Worpswede

Peter Klug

Peter Klug, geboren 1965 in Karlsruhe, aufgewachsen in München, studierte von 1988 bis 1996 Kulturwissenschaften, Germanistik und Kunst an der Universität Bremen. In München entsteht das erste Bühnenbild für eine Faust-Inszenierung einer freien Theatergruppe. Es folgen Performance Projekte in Bremen und Braunschweig (1990/1991). Die erste Einzelausstellung des Bilderzyklus „engel“ (Malerei und Graphik) wird 1992 in Bremen gezeigt. 1993 folgt die Ausstellung des Graphik-Zyklus „Gruppen – Massen“ (Radierungen). Als Mitglied der Künstlergruppe „die oberen 10.000“ entstehen die Installationsprojekte im öffentlichen Raum „Ersatzreliquienhandel“ (Bremen, 1994), „Hotel Intermemorial“ (Kulturbahnhof Vegesack, 1995), die Zeltinstallation in 5 Städten „merkur – kunst&kulturtransporte“ (Bremen, Braunschweig, Hamburg, Berlin, Köln, 1996) und „Im Turm – Unterm Oben Überm Unten“ (Schlachthof Bremen, 1997). 1999 Rauminstallation „Ianus“ im Kulturbahnhof Vegesack, ein weiteres Bühnenbild zu „Meister und Margarita“ (Kulturbahnhof Vegesack, Hildesheim, 2002)

„Schaukasten/o.T.“

Auf einem schmalen Pfahl sitzt am oberen Ende ein kleiner rechteckiger, vierwandiger Kasten, der es uns ermöglicht, durch sein Inneres und mehrere unregelmäßig montierte Glasscheiben zu schauen. Auf diesen Scheiben ist skizzenhaft ein Gesicht erkennbar und je nachdem, welchen Blickwinkel wir als Betrachter wählen, verändert es sich kontinuierlich, erfährt Verzerrungen und nimmt somit bisweilen etwas unheimliche, geradezu dämonische Züge an. Aus der Entfernung und zentrierter Draufsicht könnte die Zeichnung ein Portrait der 2003 geborenen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg darstellen, welche innerhalb weniger Monate durch ihren Protest gegen die Trägheit unserer Gesellschaft und die Forderung, etwas gegen die verheerenden Folgen des Klimawandels zu unternehmen, für viele zur Ikone stilisiert wurde. Die einzelnen Partitionen des Objekts verweisen womöglich auf die Vielschichtigkeit dieses Themas, die Durchsichtigkeit scheinheiliger Argumentation ihrer Gegner aus Leugnern des Klimawandels, als auch allgemein auf eine facettenreiche Persönlichkeit. Für die einen ist sie geradezu eine Heilige, für die anderen gar ein Teufel in Person, auch genährt aus ihrer Besonderheit, autistisch zu sein. >> Ebenfalls mit einem gewissen Abstand zum Objekt betrachtet erscheint im Hintergrund die Andeutung eines Kreuzes, welches sowohl die schwedische Flagge als Herkunftsort von Greta andeuten kann, als auch zum Bildnis der psychischen Folter, der das Kind in der Öffentlichkeit ausgesetzt ist, wird. Ein Kreuz als Sinnbild dafür, dass Greta die Sünden der Welt auferlegt bekommt oder freiwillig auf sich genommen hat – zur Erhaltung unseres Planeten. (vs)

Zurück zum Randlage Artfestival Worpswede

LEBE DEIN AENDERN


© Copyright 2019 KW/RANDLAGE