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Goodbye, World

Apex Art New York

14.02. - 13.03.21


Location: Eisscholle in der arktischen Nordsee
Opening (geplant):

Sa, 13.02.21, 18-19 Uhr

Artists:
Nika Fontaine, Nadira Husain, Jonathan Monk
Olaf Nicolai, Peter Niemann, Eliana Otta, Martha Rosler
Stefanie von SchroeterVeit Schütz, Joulia Straus

Eine Ausstellung mit Werken von fünfzehn internationalen Künstlern auf einer arktischen Eisscholle, die langsam schmilzt und im Meer versinkt.


Es ist Zeit, auf Wiedersehen zu sagen. Angesichts des Klimawandels müssen wir uns nicht nur von unzähligen ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten, von Inseln und Städten am Wasser verabschieden, sondern auch von Tausenden von Menschen, die sich aufgrund von Hitzewellen und nicht mehr selbst ernähren können Dürren. Es ist an der Zeit, sich von vielen beliebten Lebensgewohnheiten zu verabschieden, wie regelmäßigem Fleischessen, unkontrolliertem Energieverbrauch und Kurzstreckenflügen - die Rekordtemperaturen in der Antarktis, der steigende Meeresspiegel und das Verschwinden des Regenwaldes lassen keinen Zweifel offen. Die UN warnt dann mit einer drastischen Prognose: "Selbst wenn alle Staaten ihren Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen nachkommen, strebt die Erde bis 2100 eine globale Erwärmung von 3,2 Grad Celsius an."

Die Ausstellung "Goodbye, World" schickt Kunst auf eine "Abschiedstour". Sie engagiert sich nicht mehr, sondern rebelliert letztendlich vergeblich gegen die Folgen des Klimawandels und berücksichtigt auch keine politischen Lösungen, die dann von den Lobbyisten der globalisierten Wirtschaft und rechtspopulistischen Regierungen verhindert werden. und die tatsächliche (und angemessene) Trauer wird auch auf dieser "Abschiedstour" abgelehnt. Stattdessen akzeptieren wir erbarmungslos die Katastrophe, die nicht mehr verhindert werden kann, um ein Bewusstsein für die apokalyptische Situation zu schaffen, in der wir uns weltweit befinden.

Die in "Goodbye World" präsentierten Kunstwerke werden buchstäblich "untergehen", genauer gesagt: Kunstwerke, die sich in Form und Inhalt mit dem befassen, was wir in Zukunft verlieren werden. Einige der Werke werden so weit gehen, dass sie sich fast entmaterialisiert haben (Lucy R. Lippard) und so ihr eigenes Verschwinden als ästhetischen Impuls inszenieren. Die Artefakte, die wir auswählen und auf Abschiedstour schicken, zeichnen sich auch dadurch aus, dass es sich um Kunstwerke handelt, die nicht nur für uns wertvoll und teuer sind - dies macht ihren Verlust umso schmerzhafter.

Die für "Goodbye, World" ausgewählten Kunstwerke werden untergehen, weil ihre Abschiedstour einen bedeutungsvollen Weg nimmt, der einerseits für den Klimawandel von großer Bedeutung ist - und andererseits, dass die Ausstellung vollständig verschwindet. Diese Route führt von Nordnorwegen zur Norwegischen See. Die Ausstellung wird - und das ist entscheidend - auf einer Eisscholle installiert, die langsam aber sicher schmilzt und so die Kunstwerke in die Tiefen des Ozeans übergibt. Dieser Prozess des Untergangs dieser Ausstellung wird (unter anderem) durch ein an der Eisscholle angebrachtes GPS-Modul dokumentiert, mit dessen Hilfe es auf der Website der Ausstellung verfolgt werden kann. Die ausgestellten Kunstwerke sind auch in intakter Form auf dieser Website zu sehen.

Einige logistische Bemerkungen - die Ausstellung wird klimaneutral sein (Züge und Segelschiffe als Transportmittel) und fördert Gleichheit und Vielfalt - alle ausgestellten Kunstwerke werden umweltfreundlich sein.

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Exhibition curated by Andreas Templin and Raimar Stange

Andreas Templin praktiziert Kunst in einem multivariaten Ansatz, der sich in Skulptur, Fotografie, Installationen, urbanen Interventionen und Klangkunst ausdrückt. Er hat einen MFA vom Sandberg Institute Amsterdam und lebt und arbeitet in Berlin.

Raimar Stange studierte in Hannover Philosophie, Deutsch und Journalismus. Er arbeitet als freiberuflicher Kunstjournalist und Kurator in Berlin. Stange erscheint in Magazinen wie dem Kunst-Bulletin Zürich, art-agenda.com, Camera Austria Graz und Artist Bremen. Derzeit kuratiert er Ausstellungen zu Themen wie Klimawandel und Rechtspopulismus.