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GÜNTHER UECKER

Günther Uecker, Düsseldorf, 2011. Foto: Oliver Mark

Günther Uecker (* 13. März 1930 in Wendorf bei Crivitz) ist ein deutscher Maler und Objektkünstler. Bekannt wurde er vor allem mit seinen reliefartigen Nagelbildern. Ein Teil seiner künstlerischen Objekte kann der kinetischen Kunst zugeordnet werden. Weitere Infos hier.


Werke bis 3000 Euro
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Goslar

Originale Lithografie 1983

Uecker, Goslar

Bei dem angebotenen Werk handelt es sich um eine sehr große (100x70 cm) originale Lithografie auf Büttenpapier von Günter Uecker, einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Die Grafik erschien 1983 anlässlich der Verleihung des Kaiserrings an Günther Uecker in der Stadt Goslar, mit dem Titel: Goslar von 1983. Sie ist in sehr gutem Zustand. Rechts unter der Darstellung ist sie von Hand signiert und datiert.


Titel: Goslar

Entstehungsjahr: 1983

Technik: originale Lithografie

Format Blatt: 100 x 70 cm

Rechts unter der Darstellung mit Bleistift von Hand signiert und datiert.

Links unter der Darstellung bezeichnet mit "Probe".

Verleger: Erker Presse St. Gallen

Mit dem Trockenstempel der Erker Presse

Anmerkung. Sehr großformatige Lithografie auf Büttenpapier. Die Grafik erschien 1983 anlässlich der Verleihung des Kaiserrings an Günther Uecker in der Stadt Goslar.

Zustand: Sehr guter Zustand. Verso minimale Montagereste.

Werkverzeichnis: Bearbeitung von Dorothee von der Koelen

Fragen zu dem Blatt beantworten wir gerne!

Preis auf Anfrage!

Uecker, Goslar, Signatur

Turm

Plakat zur Ausstellung in der Erker Galerie St. Gallen, 1980,
Original Lithografie

Uecker, Turm

Bei dem angebotenen Blatt handelt es sich um einen Siebdruck /  Lithografie auf festem Büttenpapier von Günter Uecker und einen Entwurf für den Uecker-Platz im Düsseldorfer Medienhafen 1996. Es ist unter der Darstellung handschriftlich signiert, nummeriert, datiert.

Günther Uecker

Siebdruck/Lithografie

Entwurf für den Uecker-Platz im Düsseldorfer Medienhafen 1996

Motiv: 65 x 50 cm

Blatt: 80 x 60 cm

Auflage: 100 Expl., hier Expl. 15/100

Entstehungsjahr: 1996

Papier: festes Büttenpapier

Zustand: Tadellos/ neu

Preis auf Anfrage

Uecker, der auf der Halbinsel Wustrow aufwuchs, studierte von 1949 bis 1953 Malerei in Wismar und an der Kunstakademie in Berlin-Weißensee. Anlässlich der Weltjugendfestspiele 1951 in Ost-Berlin nutzte er zum ersten Mal die Gelegenheit für Besuche Westberlins und kam in Kontakt mit abstrakter Kunst.1953, nach dem Aufstand des 17. Juni, verließ er die DDR und siedelte nach Westberlin über. Weil er bei seinem Idol Otto Pankok studieren wollte, ging er 1955 nach Westdeutschland. Dies ging über das Notaufnahmelager für männliche jugendliche DDR-Flüchtlinge in Sandbostel, in dem er als vermeintlich von der DDR Eingeschleuster nach eigenen Angaben wochenlang verhört wurde. Er setzte dann von 1955 bis 1957 sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok fort. 1956/1957 entstanden erstmals die für ihn typischen Nagelbilder: dreidimensionale, weiß bemalte Reliefs aus Nägeln, die durch die Ausrichtung der Nägel und die Wechselwirkung von Licht und Schatten ihre eigene Dynamik erhalten. Ab 1962 versah Uecker Alltagsgegenstände wie Möbel mit Nagelreliefs.

1961 wurde Uecker Mitglied in der von Heinz Mack und Otto Piene gegründeten Künstlergruppe ZERO, woraufhin er sich auch der kinetischen Lichtkunst zuwandte. Gemeinsam mit Gerhard Richter inszenierte er die Demonstration „Museen können bewohnbare Orte sein“. Die Aufführung des Terrororchesters in der Kunsthalle Baden-Baden, einer lärmenden Installation aus 20 Maschinen, Staubsaugern, einer Wäschetrommel sowie Hammer und Sichel, erregte bundesweit Aufsehen.

Zusammen mit Thomas Lenk, Heinz Mack und Georg Karl Pfahler war Uecker 1970 deutscher Vertreter auf der Biennale von Venedig. Von 1971 bis 1974 erfolgten Arbeitsaufenthalte in Südamerika, Afrika und Asien sowie von 1984 bis 1985 Aufenthalte in Japan, Sibirien, China, Island und der Mongolei. Seit den 1980er Jahren nimmt er in seinen Werken zu politischen Fragen Stellung: so reagierte er auf die Katastrophe von Tschernobyl mit dem Zyklus „Aschebilder“. Weitere politische Bezüge finden sich bei seinen Werken über den Irak, zu Umweltproblemen und anderem.

Von 1974 bis 1995 unterrichtete Uecker als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Zu seinen Meisterschülern zählten Halina Jaworski, Klaus Schmitt und Matthias Hintz. 1999 gestaltete er den Andachtsraum im neuen Reichstagsgebäude in Berlin. 2004 konzipierte er das Freilichtbühnenbild für eine Aufführung des Wilhelm Tell von Schiller am – angeblich – historischen Ort auf der Rütliwiese.

Im Dezember 2008 war Uecker Mitbegründer der Stiftung Zero foundation. Weitere Gründer waren die ZERO-Künstler Heinz Mack und Otto Piene sowie die Stiftung museum kunst palast. Die Stiftung hat ihren Sitz im Düsseldorfer Medienhafen; sie hat sich zum Ziel gesetzt, die ZERO Bewegung zu erhalten, zu präsentieren, zu erforschen und zu fördern,

Uecker lebt und arbeitet in Düsseldorf-Oberkassel und St. Gallen. Er besitzt ein Haus auf Wustrow. Ein Atelier befindet sich zudem in der Berliner Gartenstadt Atlantic des Architekten Rudolf Fränkel.

Uecker ist der Bruder der Künstlerin Rotraut und Schwager des verstorbenen Künstlers Yves Klein. Mit seiner Frau Christine hat Uecker einen Sohn, Jacob (* 1986), der für das Auktionshaus Christie’s tätig ist. 

Ueckers Hauptwerke, wie seine genagelten Reliefs, werden am Kunstmarkt auf eine halbe Million Euro oder mehr taxiert, so z. B. „Spirale I“, 1968, bei Sotheby’s (New York) $ 600.000,- bis $ 800.000,-[9] oder „Feld/Field“, 2012–13, bei Dorotheum (Wien) auf € 400.000,- bis € 600.000,-.[10] Anfang der 1970er Jahre wurden solche Bilder noch mit umgerechnet etwa € 10.000,- gehandelt. Die städtische Kunstsammlung Bonn konnte ein solches Nagelbild sogar noch zum Freundschaftspreis von DM 4.000,- erwerben, wie Gottfried Sello berichtet.